Aktuelle Impressionen aus dem Forstbotanischen Garten

© Ralf Maiwald / Stadt Köln
Blüte der Zaubernuss
© Stadt Köln
Blüte der japanischen Lanvendelheide
© Ralf Maiwald/Stadt Köln
Blüte des Magnolienbaumes
© Ralf Maiwald/Stadt Köln
Gefiederte Farbenpracht
© Ralf Maiwald/Stadt Köln
Japan Tor
© Ralf Maiwald / Stadt Köln
Raureif auf Pflanzen

Anfang der 60er Jahre wurden auf einer ehemaligen Ackerfläche Bäume, Sträucher und Stauden aus vielen Teilen der Welt gepflanzt.

Damit bietet der Forstbotanische Garten Naturerlebnisse zu jeder Jahreszeit: Rhododendronschlucht, Heidegarten, Pfingstrosenwiese sowie eine japanische Abteilung mit Kirschen- und Azaleenblüte und prächtiger Herbstfärbung der Fächerahorne und Kuchenbäume, Bambus. In einer 1,5 Hektar großen Waldfläche können Sie nordamerikanische Bäume wie Riesenmammutbaum, Gelbkiefer, Flusszeder und Coloradotanne entdecken.

Im Süden schließt sich der in den 80er Jahren angelegte, 20 Hektar große Friedenswald an, in dem Bäume und Sträucher aus allen Staaten, zu denen die Bundesrepublik damals diplomatische Beziehungen pflegte, gepflanzt wurden. Die tropischen und subtropischen Länder, deren typische Vegetationen hier nicht winterhart sind, sind durch symbolische Gehölze vertreten.

Bei einer Führung lernen Sie den Forstbotanischen Garten kennen. Sie erhalten Einblicke in die Baumartenvielfalt und die Tierwelt im Forstbotanischen Garten. Dazu gibt es Tipps zur Pflanzung und Pflege von Gehölzen.

Öffnungszeiten/Termine

Der Forstbotanische Garten ist täglich geöffnet:

  • Januar, Februar, November, Dezember: 9 bis 16 Uhr
  • März, September, Oktober: 9 bis 18 Uhr
  • April, Mai, Juni, Juli, August: 9 bis 20 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Führungen finden jeden ersten Mittwoch im Monat um 14:30 Uhr und jeden dritten Samstag im Monat um 15 Uhr statt. Um Voranmeldung für die Samstagführungen wird bis spätestens Freitag 10 Uhr an ralf.maiwald@stadt-koeln.de gebeten. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei fünf Personen. 

Treffpunkt ist der Unterstellpilz im Zentrum des Forstbotanischen Gartens.

Führungen zu bestimmten Themen (zum Beispiel Rhododendron, Wildtiere) für Gruppen, Schulklassen und Kindergärten werden nach Vereinbarung angeboten.

Bei angekündigtem Unwetter entfallen die Führungen.

 

Oase im Kölner Süden – perfektes Ausflugsziel im Frühjahr

Aktuelles

Auch wenn es nachts noch frostig kalt wird, begrüßen im Forstbotanischen Garten unzählige Blüten das bevorstehende Frühjahr. Chinesische und Japanische Zaubernüsse sind mit ihren roten, gelben und orangen Blüten ein echter Hingucker.

Winterlinge und vor allem die Schneeglöckchen bilden ganze Teppiche aus gelben und weißen Blüten und die Wohlriechende Heckenkirsche macht ihrem Namen ganze Ehre und verströmt aus ihren weißen Blüten einen angenehmen Duft nach Jasmin und Zitrusfrüchten. Auch der Lorbeerblättrige Schneeball (Virbunum tinus) blüht bereits und vertreibt durch seine in Scheindolden stehenden, duftenden Blüten so manchen Winterblues.

Eine absolute Sehenswürdigkeit sind auch die Blüten des Japanischen Papierbusches (Edgeworthia chrysantha) – die Anfangs cremeweißen, später gelblichen Blüten treiben lange vor dem Blattaustrieb und verströmen, sobald sie ganz geöffnet sind, einen angenehmen Duft nach Jasmin.
Nicht ganz so auffällig aber dennoch einen genauen Blick wert, sind die Blüten des Persischen Eisenholzbaumes (Parrotia persica). Diese sind von unscheinbaren braunen Kelchblättern umgeben – die Staubblätter hingegen sind in karminrot gehalten.

Das stetig lauter werdende Konzert der Vögel weist uns darauf hin - es wird nicht mehr lange dauern bis Vögel, Säugetiere und Amphibien für die nächsten Generationen sorgen werden – in diesem Zusammenhang bitten wir Sie dringend, das Wegegebot einzuhalten und weisen nochmals darauf hin, dass Hunde im Forstbotansichen Garten nicht erlaubt sind.

Wenn Sie mehr über den Forstbotanischen Garten erfahren wollen, sind Sie herzlich eingeladen an einer der öffentlichen Führungen teilzunehmen – diese finden monatlich an jeden ersten Mittwoch um 14:30 Uhr bzw. jeden dritten Samstag (bitte um Anmeldung) um 15 Uhr statt.

Achtung Straßensperrung

Aufgrund von Arbeiten an den Versorgungsleitungen ist die Straße zum Forstbotanischen Garten von Montag, 10. November 2025 bis Samstag, 9. Mai 2026 zwischen der Militärringstraße und der Friedrich-Ebert-Straße in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt.

Bitte umfahren Sie den Bereich und planen Sie zusätzliche Fahrzeit ein. Eine Umleitung ist zusätzlich ausgeschildert.

Aufgrund der Bauarbeiten lässt sich auch der Parkplatz zur Zeit nur begrenzt nutzen, da er als Baustellenlagerplatz genutzt wird. Da Fahrzeuge, die in Waldwegen oder Waldzufahrten parken  abgeschleppt werden, empfiehlt sich hier ggf. die Anreise mit ÖPNV oder Fahrrad.       

Verkehrskalender

Neuigkeiten aus den Herbstmonaten Oktober bis Dezember 2025

Es wird immer offensichtlicher – das Wetter ist nicht mehr so beständig wie es viele von uns gewohnt sind. Da sich die klimatischen Veränderungen voraussichtlich aber über mehrere Jahrhunderte bemerkbar machen werden, ist es von entscheidender Bedeutung den Wald auf alle Eventualitäten bestmöglich vorzubereiten.

Hierfür bietet sich unter anderem die Esskastanie (Castanea sativa) gut an. Diese ursprünglich aus dem Kaukasusgebiet stammende Baumart ist auf Grund ihrer hohen Standortamplitude sehr gut an eine ungewisse Zukunft vorbereitet. Im Oktober dieses Jahres konnten wir im Saatgutbestand des Forstbotanischen Gartens 730 Kilogramm Saatgut der Esskastanie ernten – hieraus können ungefähr 130.000 neue Bäume entstehen, die die Wälder Mitteleuropas bereichern und zukunftssicher(er) machen werden.

Die trockenen Jahre 2018 bis 2023 zeigen ihre Auswirkungen auch oder sogar erst jetzt noch. In vielen Bäumen haben sich Totäste gebildet. Um hiervon ausgehende Gefahren zu beheben, wurde u. a. im Forstbotanischen Garten die Kronenpflege und Verkehrssicherungsmaßnahmen intensiviert. Entlang an Wegen, Bänken und sonstigen baulichen Einrichtungen wurden allein im November an 24 Bäumen via Hubsteiger Totäste entfernt oder Kronen eingekürzt. Hierbei wurde darauf geachtet, Totholz von dem keine Gefährdung für Besucher/innen ausgeht zu belassen, um Insekten und Vögeln wertvolle Lebensräume zu erhalten.

Aber nicht nur in luftiger Höhe wurde viel gearbeitet – auch auf dem Boden hat sich viel getan. Unter anderem wurden 34 Kirschlorbeeren inklusive der Wurzel entnommen. Diese nur scheinbar widersprüchliche Maßnahme hat mehrere Gründe. Kirschlorbeer kann invasiv sein, dient nur wenigen Insektenarten als Nahrungsquelle, verbraucht viel Wasser und seine Blätter verrotten schlecht – was also kaum Nutzen für den Boden bringt. Auf den so entstandenen kleinen Freiflächen können wir in den nächsten Jahren neue Baumarten oder eine insektenfreundliche Flora etablieren.

In den ersten Dezembertagen haben wir auf 250 Meter die Wege neu Instand gesetztd. h. eine neue Tragschicht aufgebracht um Schlaglöcher und Unebenheiten zu beseitigen. Weiterhin wurde auf 3,5 Kilometer der Wege eine Wegepflegegerät eingesetzt um z. B. Moos zu entfernen, Pfützen zu beheben und die Wege so noch sicherere zu machen. Die Stufe vor den öffentlichen Toiletten wurde angeglichen bzw. behoben um den Zugang für Besucher*innen mit Rollator oder Rollstuhl zu erleichtern.

Auf Grund eines krankheitsbedingten Ausfalls konnten bis Dezember leider nur 14 Führungen mit immerhin 224 Teilnehmer*innen stattfinden. Wir hoffen, dass es nächstes Jahr wieder wie gewohnt weiter geht und wir Sie hier im Forstbotansichen Garten begrüßen dürfen.

Neues Leben im Forstbotanischen Garten

Im Forstbotanischen Garten sind vier Pfauenküken geschlüpft und erfreuen sich bester Gesundheit – bis die Kleinen der stolzen Mutter für die Nachtruhe auf einen Baum folgen können, bleiben Sie in einer großen Volliere vor Fuchs und Habicht geschützt. Voraussichtlich Ende August werden wir die "Göttervögel" dann den Forstbotanischen Garten erkunden lassen.

Viele Insekten haben die Blütenpracht der Bäume und Sträucher in Samen und Früchte verwandelt. So konnten wir in diesem Jahr schon circa 850 Kilogramm. Kirschen als wertvolles Saatgut gewinnen. Ab Oktober folgt dann die Beerntung der Esskastanie. Beide Baumarten sind den zu erwartenden Klimaveränderungen gut angepasst und werden die Wälder Deutschlands bereichern.

In der Rhododendronschlucht wurde ein barrierefreier Weg angelegt, etliche neue Pflanzen eingebracht und die Aussichtsplattform neugestaltet. Nun können Sie neben den Rhododendren auch Indisches Breitblatt, Kamelien, Sonnenhut, Süßkartoffel und viele weitere Pflanzen entdecken.

Sie erreichen den Forstbotanischen Garten:

Mit Bus und Bahn:
Stadtbahn-Linie 16, Haltestelle Rodenkirchen Bahnhof oder Siegstraße (bis zum Eingang Forstbotanischer Garten rund 800 Meter Fußweg)
Bus-Linie 131, Haltestelle Konrad-Adenauer Straße
Bus-Linie 135, Haltestelle Schillingsrotter Straße

Mit dem PKW:
Von der Militärringstraße, Ausschilderung "Forstbotanischer Garten" und der Straße "Zum Forstbotanischen Garten" bis zum Parkplatz folgen. Vom Parkplatz sind es noch rund 400 Meter Fußweg bis zum Eingang.

Wir weisen darauf hin, dass auf Grund umfangreicher Arbeiten an einer Wasserleitung der Parkplatz zur Zeit nur eingeschränkt zu benutzen ist und empfehlen daher dringend die Anreise mit ÖPNV und/oder dem Fahrrad.

Stadtplan
Fußwege zum Bahnhof und Parkplatz des Forstbotanischen Garten
PDF, 671 kb

Weitere Informationen

Die Parkanlage ist für Rollstuhlfahrer*innen geeignet.

Hunde sind im Forstbotanischen Garten nicht erlaubt.

Grillen ist nicht gestattet.

Übersichtsplan Forstbotanischer Garten
PDF, 251 kb

Anschrift:

Forstbotanischer Garten und Friedenswald
Schillingsrotter Straße 100
50996 Köln
Telefon und Fax: 0221 / 354325

Sprechstunde/günstige Anrufzeit:
Montag bis Donnerstag: 7 bis 8 Uhr und 12 bis 12:30 Uhr
Freitag: 7 bis 8 Uhr

E-Mail an den Forstbotanischen Garten